Deutschland macht hohe Zusagen bei COVID-19-Finanzierungskonferenz

  • 525 Millionen Euro für Kampf gegen Corona das richtige Zeichen
  • ONE lobt guten ersten Schritt, pocht jedoch auf fairen Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen

Berlin, 4. Mai 2020. Heute hat die COVID-19-Finanzierungskonferenz stattgefunden, die von der Europäischen Kommission ausgerichtet und von Deutschland mitveranstaltet wurde. Die Entwicklungsorganisation ONE lobt, dass Deutschland mit insgesamt 525 Millionen Euro starke Zusagen gemacht hat. Die zusätzlichen 100 Millionen Euro für die Impfallianz Gavi im Kampf gegen Corona sind ein gutes Zeichen. Von deutscher Seite fehlen allerdings noch weitere 100 Millionen Euro für Gavis Kerngeschäft, damit die Impfallianz auch weiterhin andere vermeidbare Krankheiten wie Masern effektiv bekämpfen kann.

Deutschland hat maßgeblich zu einem guten Auftakt des Finanzierungsmarathons zur Bekämpfung der globalen Corona-Pandemie beigetragen. 525 Millionen Euro sind ein ordentlicher deutscher Beitrag. Dass hier auch 100 Millionen Euro für Gavis Einsatz gegen Corona enthalten sind, begrüßen wir. Allerdings darf die wichtige Arbeit Gavis im Kampf gegen andere Krankheiten nicht in den Hintergrund rücken. Es fehlen von deutscher Seite immer noch 100 Millionen Euro für Gavi, damit die Impfallianz in den kommenden fünf Jahren ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen und Kinder in den Ländern impfen kann, die am stärksten von Armut betroffen sind“, sagt Stephan Exo-Kreischer, Deutschland-Direktor von ONE.

ONE betont aber auch, dass die heutige COVID-19-Finanzierungskonferenz insgesamt nur ein erster Schritt im Kampf gegen das Virus sein kann. “Alle Geber müssen nochmal zulegen, auch die Bundesregierung. Mit den anvisierten 7,5 Milliarden Euro hätten wir ohnehin lediglich die Spitze des Finanzierungsbedarfs abgedeckt,” so Exo-Kreischer. Zudem fordert ONE, dass die wohlhabenderen Länder die ärmeren mehr darin unterstützen müssen, ihre Gesundheitssysteme zu stärken. Dazu sagt Exo-Kreischer: „Der Kampf gegen Corona ist ein Marathon, kein Sprint. Wir brauchen einen langen Atem und dürfen dabei das Ziel nicht aus den Augen verlieren, dass alle Menschen auf der Welt sofortigen Zugang zu einem entwickelten Impfstoff und Medikamenten haben.“ Damit dies gelingt, fordert ONE, dass Deutschland einem ‚Patentpool‘ beitritt, in dem das geistige Eigentum und die Patentrechte an Impfstoffen und Gegenmitteln für Covid-19 gebündelt werden.

Zusätzliche Informationen für Journalist*innen:

    • Am vergangen Samstag hat ONE seinen neuen Bericht „Impfstoff und Behandlung: Die Ausstiegsstrategie“ veröffentlicht.

 

  • Die wichtigsten Ergebnisse:

 

      • Im Durchschnitt erhalten Entwicklungsländer erst sieben Jahre nach Industrieländern Zugang zu Impfstoffen.
      • Frühe Investitionen in die Erforschung von Impfstoffen und Behandlungsmethoden und ausreichende Finanzierung sind entscheidend.
      • Der weltweite, zeitgleiche Zugang zu Impfstoffen muss gewährleistet sein. Sonst könnte das Virus selbst in Ländern, in denen es als „besiegt“ galt, wieder auftauchen

 

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

Pressekontakt:
Karoline Lerche: 0173 249 00 94, [email protected] 
Scherwin Saedi: 0152 03 77 14 29, [email protected]

 

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