ONE DATA Bericht 2017: In Afrikas Jahrhundert investieren

Bereits zum zwölften Mal gibt ONE den DATA Bericht heraus und analysiert die Trends von Entwicklungsgeldern (ODA) der weltweit wichtigsten Geber. Unser besonderer Fokus bleibt weiterhin auf den Geldern, die an Afrika, an die am wenigsten entwickelten Länder (LDCs) und fragile Staaten gehen. Denn hier ist der Bedarf besonders groß, Maßnahmen zur Bekämpfung extremer Armut durchzuführen und zu unterstützen.

Afrikas Bevölkerung wird sich bis 2050 verdoppeln. Damit aus dieser demografischen Entwicklung eine ‚demografische Dividende‘ werden kann, sind deutlich mehr Finanzmittel nötig, die in Afrikas Zukunft und in Afrikas Jahrhundert investiert werden. Hierfür ist nicht nur ODA wichtig, sondern auch andere Arten der Finanzierung. Aus diesem Grunde analysiert ONE in diesem Jahr nicht nur ODA-Trends, sondern auch Entwicklungen der Eigenmittelmobilisierung afrikanischer Staaten und der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in afrikanische Länder.

Der DATA Bericht 2017 zeigt auf, dass einerseits die ODA-Mittel weltweit ansteigen und im Jahr 2016 ein Rekordhoch erreichten, andererseits jedoch die Länder und Menschen, die weltweit am stärksten von Armut betroffen sind, weniger Mittel erhalten. So schrumpfte 2016 der ODA-Anteil an LDCs und an Afrika. Auch die nationalen Einnahmen afrikanischer Länder waren rückläufig. Nicht zuletzt erhält Afrika im weltweiten Vergleich mit Abstand noch immer die wenigsten ausländischen Direktinvestitionen – der globale Anteil sank sogar weiter in den letzten Jahren.

Um diesen negativen Trend umzukehren, brauchen wir einen Umschwung im Hinblick auf die öffentlichen Entwicklungsgelder, das private Kapital und die inländischen Ressourcen, die in Bildung, Beschäftigung und Beteiligung der afrikanischen Jugend fließen.
ONE fordert deshalb bis 2020 eine Verdopplung der offiziellen Entwicklungsfinanzierung (ODF) für Afrika, die aktuell bei ca. $60 Mrd. liegt.

Deutschland erreichte 2016 erstmals das Ziel, 0,7% des Bruttonationaleinkommens für ODA auszugeben. Dies begrüßen wir. Gleichzeitig muss die deutsche Regierung einen Plan vorlegen, wie dieses Ziel auch in Zukunft gehalten werden kann, wenn die Kosten, die zur Deckung der Kosten für Geflüchtete im Inland ausgegeben werden, wieder fallen. Aktuell liegt der Anteil dieser Kosten an der deutschen Gesamt-ODA bei über 25%.

ONE fordert die deutsche Regierung zudem dazu auf, Mittel auf LDCs und fragile Staaten zu konzentrieren, um die Effekte von Entwicklungszusammenarbeit für die Armutsreduzierung zu maximieren. Zudem müssen multilaterale Finanzierungsinstrumente gestärkt werden.

Hier geht’s zur interaktiven DATA-Bericht-Seite

Den Bericht herunterladen (PDF)

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