Der Billionen-Dollar-Skandal

In den vergangenen 20 Jahren ist es gelungen, die extreme Armut weltweit zu halbieren. Bis zum Jahr 2030 kann sie praktisch beseitigt sein. Doch dies könnte scheitern – nicht an Naturkatastrophen oder neuen Krankheiten, sondern an einem besonders tückischen Feind: der Korruption.

Der Billionen-Dollar-SkandalDie Analyse von ONE zeigt, dass Entwicklungsländern durch korrupte Praktiken jedes Jahr mindestens eine Billion US-Dollar (750 Milliarden Euro) entzogen werden – durch dubiose Rohstoffgeschäfte, anonyme Strohmannfirmen, Geldwäsche und illegale Steuerhinterziehung. Es geht hier nicht um Mittel der Entwicklungszusammenarbeit. Diese riesigen Summen fließen aus den Haushalten und der Wirtschaft der Entwicklungsländer ab. Das Geld fehlt den Ländern dann im Kampf gegen extreme Armut, Krankheiten und Hunger. Das ist ein Skandal. Ein Billionen-Dollar-Skandal.

In diesem Bericht zeigen wir die Auswirkungen dieses Skandals auf die Menschen auf. Zudem empfehlen wir Lösungen, wie das Problem effektiv bekämpft werden kann. Denn es ist durchaus möglich, die massiven finanziellen Verluste zu reduzieren – durch konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz und durch eine konsequente Bekämpfung der Korruption besonders in drei Schlüsselbereichen: finanzielle Intransparenz, Rohstoffgeschäfte und Geldwäsche. Dies hätte für die Entwicklungsländer viele positive Effekte, darunter den Anstieg ausländischer Direktinvestitionen und eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent pro Jahr.

Wo die Korruption floriert, gehen private Investitionen zurück, sinkt das Wirtschaftswachstum, steigen die Kosten für Geschäftstätigkeiten und droht politische Instabilität. In Entwicklungsländern hat Korruption noch viel gravierendere Folgen: Werden Mittel für Investitionen in das Gesundheitswesen, in die Ernährungssicherheit oder in wichtige Infrastruktur entzogen, kostet das Menschenleben. Den größten Blutzoll zahlen dabei die Kinder.

ONE schätzt, dass in den Entwicklungsländern pro Jahr etwa 3,6 Millionen Leben gerettet werden könnten, wenn die Intransparenz, die den Nährboden für Korruption und Kriminalität bereitet, wirksam bekämpft wird und die so entstehenden zusätzlichen Steuereinnahmen in Gesundheitssysteme investiert werden.

Bei der Korruption in Entwicklungsländern sind korrupte Menschen in Industrie- als auch in den Entwicklungsländern beteiligt. Schlechte Politik kann Korruption befördern, eine Politikänderung hingegen kann Korruption vermindern. ONE ruft die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder, die im November im australischen Brisbane tagen, daher auf, einen solchen Politikwandel herbeizuführen und den Billionen-Dollar-Skandal zu beenden.

Den Bericht als PDF herunterladen

Redaktioneller Hinweis:

“Der Billionen Dollar Skandal”, der am 3. September 2014 vorgestellt wurde, umfasste Informationen aus einem Bericht des „Sydney Morning Herald” zu den Einkommenssteuerzahlungen von Glencore in Australien. Diese Aussage wurde vom  „Sydney Morning Herald” inzwischen als falsch zurückgezogen. Daher hat ONE den Bericht entsprechend angepasst und sich bei Glencore für den Fehler entschuldigt.

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