Den Boden bereiten für Afrikas Frauen

Bessere Chancen in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft in den afrikanischen Ländern kann Wachstumsimpulse geben, die Armut reduzieren und das Leben von Millionen Menschen verbessern. Ein breiter und sich durch den gesamten Sektor ziehender Produktivitätsunterschied zwischen den Geschlechtern ist allerdings ein großes Hemmnis für die landwirtschaftliche Entwicklung und das allgemeine Wachstum. Frauen in der Landwirtschaft sehen sich mit zahlreichen wirtschaftlichen, kulturellen und institutionellen Nachteilen konfrontiert und können nicht so ertragreich arbeiten wie die männlichen Landwirte.

Investitionen und politische Maßnahmen zum Abbau geschlechtsspezifischer Unterschiede in der afrikanischen Landwirtschaft könnten enorm viel bewirken – nicht nur für die Frauen selbst, sondern auch für ihre Familien, ihre Gemeinschaften und ihre Länder. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) schätzt, dass Frauen bei gleichem Zugang zu Produktionsmitteln 20 bis 30 Prozent höhere Erträge erzielen könnten als bisher und die landwirtschaftliche Gesamtproduktion um 2,5 bis 4 Prozent steigen würde. Dies würde für 100 bis 150 Millionen Menschen ein Ende des Hungers bedeuten. Außerdem könnte ein verbesserter Zugang Folgendes bewirken: Gewinnt eine Frau mehr Kontrolle über ihr Einkommen, hat sie auch größeren Einfluss auf wichtige Entscheidungen für die gesamte Familie, insbesondere für die Kinder. In Familien, in denen Frauen die wirtschaftlichen Entscheidungen (mit)bestimmen, fließt mehr Geld in Nahrungsmittel, Gesundheit, Bildung und Kinderernährung, wovon Afrikas kommende Generation profitieren würde.

Bäuerin erntet Getreide im äthiopischen Kolu.

Bäuerin erntet Getreide im äthiopischen Kolu. Foto: Petterik Wiggers/IWMI

Viele Entscheidungsträger in der afrikanischen Politik sowie Geberländer und Entwicklungspartner haben dem Thema bereits vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Ihre Bemühungen ließen sich jedoch intensivieren, wenn man besser wüsste, welche Faktoren zum Tragen kommen, welche Rolle sie im jeweiligen Kontext spielen und mit welchen politischen Maßnahmen sich diese Unterschiede am wirksamsten abbauen ließen. Bis dato fehlten der Politik aussagekräftige Daten zur Landwirtschaft, ganz zu schweigen von nach Geschlechtern aufgeschlüsselten Daten für diesen Sektor.

Mit „Den Boden bereiten für Afrikas Frauen | Bessere Chancen in der Landwirtschaft“ soll genau dort angesetzt werden. Der Bericht präsentiert die wichtigsten Erkenntnisse aus sechs Fallstudien und identifiziert die Faktoren, die zu der Geschlechterkluft führen. Die sechs Fallstudien befassen sich mit Äthiopien, Malawi, Niger, Nigeria, Tansania sowie Uganda und sind im englischen Gesamtbericht „Levelling the field: Improving Opportunities for Women Farmers in Africa“ enthalten.

Auf diese Daten aufbauend bietet der Bericht ein Zehn-Punkte-Programm für afrikanische Politiker, Geberländer und Entwicklungsorganisationen zum Abbau geschlechtsspezifischer Unterschiede.

Die Afrikanische Union hat 2014 zum „Jahr der Landwirtschaft und Ernährungssicherheit“ ausgerufen und somit die notwendige Aufmerksamkeit auf den Landwirtschaftssektor gelenkt. Dies bietet die Chance, nicht nur den Agrarsektor zu verändern, sondern afrikanische Regierungen und Entwicklungsorganisationen gemeinsam dazu zu bewegen, politische Maßnahmen zur Beseitigung der Ungleichheit in der Landwirtschaft zu initiieren, damit größere Erträge aus künftigen Investitionen generiert werden können.

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