Bericht 2016: Armut ist sexistisch

Nirgendwo auf der Welt haben Frauen die gleichen Chancen wie Männer. Anlässlich des Nutrition for Growth-Gipfel im August 2016 in Rio de Janeiro geht dieser Bericht besonders auf das Thema Ernährung & die Stärkung von Mädchen und Frauen weltweit ein.

Die Bedeutung der Ernährung für die menschliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die ersten 1.000 Tage – von der Empfängnis bis zum Alter von zwei Jahren – gelten als die wichtigsten im Leben eines Kindes: In dieser Zeit entscheidet sich, ob sich das körperliche und geistige Potenzial entfalten kann oder brutal beschnitten wird. Hat eine werdende Mutter in einem Entwicklungsland keinen Zugang zu richtiger Ernährung, werden ihre Kinder schon mit geringeren Lebenschancen geboren.

Die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht

  • 45 % aller Sterbefälle bei Kindern unter fünf Jahren hängen mit Mangelernährung zusammen. · Weltweit haben ca. 20 Mio. Kinder pro Jahr (15%) ein zu niedriges Geburtsgewicht.
  • Weltweit sind 50 Mio. Kinder zu dünn für ihre Größe und haben dadurch ein dreimal höheres Sterberisiko als ein gesundes Kind.
  • Die Folgen mangelnder Ernährung im Kindesalter begleiten Frauen häufig ihr Leben lang: Über 500 Mio. Frauen weltweit leiden unter Anämie, oft ausgelöst durch Eisenmangel.
  • Neben Mangelernährung sind Frauen besonders oft von HIV betroffen: 2014 entfielen in Subsahara-Afrika 74 % der HIV-Neuinfektionen bei Jugendlichen (15-19 J.) auf Mädchen. Jede Woche steckten sich 12.500 Frauen aller Altersgruppen neu mit HIV an.
  • UNICEF berichtete kürzlich, dass in Entwicklungsländern eines von drei Mädchen vor dem 18. Lebensjahr verheiratet wird. Beziehungen mit älteren Männern und sexuelle Gewalt erhöhen das Risiko der Mädchen, sich mit HIV zu infizieren um bis zu 50 %.
  • Neben HIV/Aids haben Frauen und Mädchen in armen Ländern weitere Gesundheitsrisiken: Jede 36. Frau in Subsahara-Afrika stirbt während der Schwangerschaft oder Entbindung. In Industrieländern ist es eine von 4.900. Von allen Tot- und Fehlgeburten auf der Welt entfallen 98 % auf Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
  • Vermeidbare Komplikationen während Schwangerschaft/Geburt kosten täglich weltweit 830 – oft noch jugendlichen – Frauen das Leben. 99 % dieser Fälle passieren in Entwicklungsländern.

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