Diese Tablets ermöglichen Bildung – und stärken die Frauen im ländlichen Kenia
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Mit bunten Kleidern, die um ihre Hüften geschlungen sind, gelben und roten Reifen um ihre Hälse, leben die halb-nomadischen Frauen in Samburu, Kenia, fast genau, wie damals ihre Vorfahren: sie erziehen ihre Kinder, kümmern sich um ihr Vieh und erledigen den Haushalt.

Aber in Samburu, eine der ärmsten und abgeschiedensten Regionen Kenias, ändert sich das Leben zum Besseren. Das ist zum Teil ein paar gelben Tablets, etwas Entschlossenheit und regionalem Einfallsreichtum zu verdanken.

Die extreme Hitze, peitschende Staubstürme und ausgetrocknetes Land machen Samburu zu einer der ungastlichsten Regionen Kenias. Leider ist die Region nicht nur für seine Wildreservate und die traditionelle Maasai Kultur bekannt, sondern auch dafür, weit hinter den kenianischen Ausbildungs- und Alphabetisierungsraten zu liegen.

Verglichen mit dem nationalen Durchschnitt von 64,8%, können in Samburu nur 28,9% der Einwohner lesen und schreiben. Aufgrund von Kinderehen oder frühen Schwangerschaften sieht sich das Land außerdem mit einer hohen Rate an Schulabbrüchen bei Mädchen konfrontiert.

Diese Hürden in Geographie und Bildung mögen für manche zu groß erscheinen, für das Team von BRCK Education aber war Samburu die ideale Umgebung, um eine Veränderung mit Hilfe von Technologie herbeizuführen.

Als Ableger des Technologieunternehmens BRCK, welches robuste Wi-Fi-Hotspots und Routersysteme herstellt, versucht BRCK Education einen Internetzugang für Schüler in abgelegenen Gebieten zu ermöglichen. Dies geschieht mit Hilfe von Kio Kits – einem digitalen Klassenzimmer „aus der Box“, welches man überall mithinnehmen kann.

Verpackt in einem wasserdichten schwarzen Koffer beinhaltet jedes Kio Kit einen starken Wi-Fi -Router, Kopfhörer, ein Ladesystem und 40 gelbe Tablets. Jedes Tablet ist bereits ausgestattet mit digitalen Inhalten, angepasst an lokale und internationale Lehrpläne, und kann ohne Internetzugang benutzt werden. Momentan werden die Kits weltweit in 12 Ländern verwendet.

„Eine Fülle an Informationen bereitzustellen, egal wo man sich aufhält oder welches Einkommen man hat, und einen Internetzugang in abgeschiedene und nicht am Netz angeschlossene Regionen zu bringen, ist der Kern der Mission von BRCK Education“, sagt Juliana Rotich, Mitbegründerin von BRCK.

„Zugang zu Informationen und zu Bildung im Allgemeinen hat einen ausgleichenden Effekt“, sagt Rotich. „Wir sollten mehr Gleichberechtigung anstreben, vor allem in diesen beiden Bereichen.“

Für Nivi Sharma, Präsident von BRCK Education, wurde die Bedeutung des Kio Kit nach der Arbeit im Dorf Kiltamany in Samburu, Kenia, noch deutlicher.

Sharma hat zunächst eine Partnerschaft mit einer Grundschule in Kiltamany mit ihrem Technologieunternehmen eLimu vorangebracht, welches eine Reihe von Lerninhalten bereitstellt und verbreitet. Als Sharma vor Ort den Einfluss des Kio Kit auf Schüler und Lehrer an der Kiltamany Grundschule auswertete, traf sie auf eine Gruppe von Frauen aus dem Nachbardorf, die auch lernen wollten, wie man die Tablets des Kio Kit benutzt.

Obwohl nur zwei der Frauen lesen und schreiben konnten, entschieden Sharma und ihr Team, ein Tablet bei der Gruppe zu lassen – und die Ergebnisse waren erstaunlich!

Nachdem sie einige Monate später nach Samburu zurückkam, entdeckte sie, dass die Frauen eine Lerngruppe gebildet hatten, die sich einmal in der Woche traf.

„Und sie hatten gelernt, ihre Namen zu schreiben”, sagt sie.

Sharma hat das Geschehen rund um die Frauen weiter verfolgt und viele von ihnen haben ein Grundverständnis für Mathe entwickelt und lesen und schreiben gelernt, sagt sie.

Die Frauen sagten: „Ich kann nicht glauben, dass ich das bisher verpasst habe! Ich verstehe nun, dass mein Mann, der vier Ziegen zum Preis von je 4.000 Shilling verkauft hat, 16.000 Shilling hätte nach Hause bringen müssen, nicht 15.000 Shilling.”

„Uns wurde bewusst, dass sie sofort verstanden, welche bildenden und stärkenden Möglichkeiten die Technologie bot – und das nicht nur für ihre Kinder, sondern auch für sie selbst!“, schreibt Sharma.

Aber der Einfluss des Kio Kit beschränkte sich nicht auf den Klassenraum, erklärt Sharma.

„Wir sprachen mit dem Schulleiter der Grundschule und das wirklich interessante war, dass die Zahl der Einschulungen bei Mädchen in die Höhe schoss! Die Frauen sagten sich ‚Ich möchte nicht, dass meine Tochter diese Chance verpasst!‘“

Für Mädchen und Frauen ist die Möglichkeit, Informationen immer und überall abrufen zu können, bedeutend, um sich eine berufliche Perspektive über Samburu hinaus aufzubauen.

„Stell dir die vier Wände eines Klassenzimmers vor: Wenn ein Mädchen neugierig auf etwas ist und all ihre Neugier in diesen vier Wänden und dem Schulbuch vor ihr gefangen ist, dann schränkt das sehr ein“, sagt Sharma.

„Der digitale Zugang bedeutet, dass sie ihre Neugier ausdrücken und entdecken kann. Dass ihre Stimme gehört werden kann, auf eine Art und Weise, wie sie traditionell nicht gehört wird.“

Beitrag von Gastbloggerin Katie G. Nelson

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