7. Mai 2020
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7. Mai 2020

Was passiert mit Corona-Hilfsgeldern? / Hungersnot wegen Corona? / Sahel: Bundeswehreinsatz wird ausgeweitet

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1. Was passiert mit Corona-Hilfsgeldern?
In der Deutschen Welle thematisiert Martina Schwekoswski die schlechten Arbeitsbedingungen für Ärzt*innen und Pflegepersonal in Afrika. Schutzausrüstungen seien Mangelware, die Angst vor Ansteckung entsprechend groß. Einige Ärzt*innen streiken deswegen. Coronapatient*innen können nicht richtig behandelt werden. Die Regierungen in Afrika versuchen nun Abhilfe gegen dramatischen Mängel zu schaffen. Die westafrikanische Gesundheitsorganisation (WAHO) mit Sitz in Burkina Faso berate sich dazu regelmäßig mit der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS. WAHO-Direktor Stanley Okolo sei sich über die kritische Lage für medizinisches Personal bewusst. Es werde mit den Regierungen daran gearbeitet, die Situation zu verbessern, versichert er. Kathrin Gänsler beleuchtet ebenfalls in der Deutschen Welle, was mit dem Geld passiert, das in den vergangenen Wochen für die Coronahilfe in Afrika gesammelt wurde. Immer wieder werde Geld von Staaten weltweit zugesagt. Wo genau es hinfließe und was damit geschehe, sei jedoch oft intransparent. Junge Aktivist*innen wollen deswegen mit dem Hashtag #FollowCovid19Money in zahlreichen Ländern von Gambia bis Simbabwe Transparenz in der Verwaltung der Corona-Gelder erreichen. Die Initiative sei im Rahmen der NGO Nigeria Connected Development (CODE) entstanden. Gisela Schneider, Direktorin des Deutschen Instituts für ärztliche Mission (DifäM) erklärt, dass der Einsatz von Geldern öffentlich und mit der Bevölkerung diskutiert werden müsse, um zu gewährleisten, dass es auch dort ankommt, wo es benötigt wird.

2. Hungersnot wegen Corona?
Thilo Thielke schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die drohende Hungersnot in Afrika als Folge der Maßnahmen gegen die Pandemie. David Beasley, Chef des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP), habe Ende April gewarnt, dass in diesem Jahr weitreichende Hungersnöte drohen könnten. Ende diesen Jahres könnten 265 Millionen Menschen „am Rande des Hungertodes“ stehen. Fast alle afrikanischen Staaten seien betroffen. Schon vor Corona sei wegen der Heuschreckenplage in Ostafrika und aufgrund von Klimaveränderungen die Ernährungslage zunehmend kritisch geworden, so Beasley. Durch die verhängten Ausgangssperren und den Einbruch der Wirtschaft weltweit drohe sich die Lage nun zu verschärfen. Auch dem vergleichsweise wohlhabenden Schwellenland Südafrika drohen laut dem südafrikanischen Ökonom Dawie Roodt viele Tote infolge des Wirtschaftszusammenbruchs. 300.000 Menschen könnten durch die Folgen von Armut sterben, prognostiziert er. In den ostafrikanischen Staaten könne sich laut WFP die Zahl der Hungernden von 20 auf 43 Millionen Menschen verdoppeln. Aufgrund des eingestellten Flugverkehrs können keine Pestizide mehr gegen die Heuschreckenplage geliefert werden.

3. Sahel: Bundeswehreinsatz wird ausgeweitet
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung und Spiegel melden, hat das Bundeskabinett der Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali zugestimmt. Das Mandat für die deutsche Beteiligung an der EU-Ausbildungsmission EUTM in Mali solle verlängert und verändert werden. Die Obergrenze der Soldat*innen wurde von 350 auf 450 erhöht. Zudem sollen zusätzliche Berater*innen den Aufbau und Betrieb eines Ausbildungszentrums unterstützen. Deutsche Soldat*innen sollen außerdem in vier weiteren Staaten südlich der Sahara eingesetzt werden. In den malischen Nachbarstaaten Mauretanien, Niger, Burkina Faso und Tschad wird künftig die gemeinsame Antiterror-Einsatztruppe von der Bundeswehr unterstützt, um islamische Terrormilizen zu bekämpfen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nennt die Sahelzone eine „Schlüsselregion für Europas Sicherheit“.

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