6. Mai 2020
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6. Mai 2020

„BMZ 2030“: Reform beim Entwicklungsministerium / WHO zwischen den Fronten / Sierra-Leone: Radio-Unterricht für Schulkinder

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1. „BMZ 2030“: Reform beim Entwicklungsministerium
Wie unter anderem die Tagesschau, Zeit Online und die Deutsche Welle melden, stellt sich das Entwicklungsministerium (BMZ) neu auf. Im Zuge der neuen Strategie „BMZ 2030“ wolle das BMZ die Zahl der Länder, mit denen es bilateral zusammenarbeitet, von 85 auf 60 senken. Entwicklungsminister Gerd Müller spricht von einer „neuen Qualität der Zusammenarbeit“. Die Auflagen für Partnerländer seien strenger. Es solle künftig stärker darauf geachtet werden, ob die Partnerländer gute Regierungsführung vorweisen, Menschenrechte achten und Korruption bekämpfen. Der Fokus sei auf vier Blöcke beschränkt: Ernährungssicherung, Gesundheit und Familienplanung, Ausbildung sowie Energie und Klima. Müller forciere weniger kleinteilige Projekte, sondern wolle für mehr Wirksamkeit Prioritäten setzen, indem Mittel und Ressourcen konzentriert werden. Wie unter anderem die Tageszeitung (taz), N-tv, die Sächsische Zeitung und Deutschlandfunk berichten, kritisiert die Entwicklungsorganisation ONE, dass unter den Staaten, mit denen die Zusammenarbeit eingestellt wird, auch Länder sind, die am stärksten von Armut betroffen sind. Staaten wie Liberia oder Sierra Leone, die bereits mit Ebola zu kämpfen hatten, bräuchten „verlässliche Partner“, so ONE.

2. WHO zwischen den Fronten
Im aktuellen Spiegel thematisieren Georg Fahrion, Dietmar Pieper, Raniah Salloum und Fritz Schaap, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihr Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in der Coronakrise zunehmend unter Druck geraten. Die WHO sei nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden, um gesundes Leben und medizinische Standards auf der ganzen Welt durchzusetzen. Dabei bestehe der Grundsatz politischer und ideologischer Neutralität. Angesichts der öffentlichen Kritik und Aussetzen der Zahlungen seitens der USA sei die WHO nun aber in einen politischen Streit hineingezogen worden. Noch im Januar habe Generaldirektor Tedros bei seinem Besuch in Peking Staatschef Xi Jinping gelobt. US-Präsident Trump wirft der WHO vor, chinesische „Falschinformationen“ propagiert und damit eine Verbreitung des Virus vorangetrieben zu haben. Aus Taiwan seien zeitgleich Hinweise der hohen Ansteckungsgefahr von Covid-19 eingegangen, während die WHO öffentlich beschwichtigende Nachrichten kommuniziert habe. Der US-Präsident wolle von seinen eigenen Fehlern ablenken, doch auch andere Staaten sehen einen Funken berechtigte Kritik in Trumps Worten. Die WHO gerät unter Erklärungsnot, Tedros konzentriere sich jedoch primär auf die Arbeit zur Eindämmung der Pandemie. Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeinen Zeitung und die Frankfurter Rundschau berichten, warnt die WHO derzeit vor den Folgen der Corona-Pandemie für Afrika. Andere Infektionskrankheiten wie Malaria verbreiten sich wieder. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller sieht die Gefahr, dass die am stärksten von Armut betroffenen Regionen besonders gefährdet sind, durch Corona in Hungersnöte zu geraten.

3. Sierra-Leone: Radio-Unterricht für Schulkinder
Anne Backhaus beleuchtet in einer Spiegel-Reportage, wie Schüler*innen in Sierra Leone über das Radio unterrichtet werden. Zur Eindämmung des Coronavirus seien auch in Sierra Leone alle Schulen seit dem 31. März geschlossen. Um Kindern trotzdem das Lernen zu ermöglichen, habe die Regierung in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen das „Radio Teaching Programme“ entwickelt. Seit Anfang April werde es in Sierra Leone gesendet. Insgesamt 41 Lehrer*innen führen ihren Unterricht live vor dem Mikrofon durch. So gut es geht, unterrichten sie so insgesamt 2,6 Millionen Schulkinder. Anders als zum Internet haben mit 80 Prozent die meisten Menschen auch in den ländlichen Regionen Zugang zum Radio. Die Erfahrungen des westafrikanischen Landes mit der Ebola-Epidemie haben gezeigt, wie schwerwiegend die Folgen von Schulschließungen für Kinder in besonders von Armut betroffenen Regionen sein können. Oftmals erhalten sie in der Schule ihre einzige feste Mahlzeit am Tag, die dort meist kostenlos oder sehr günstig ausgegeben wird. Die Nahrungsmittelknappheit werde durch die Corona-Krise noch verschlimmert. Viele Kinder müssen arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Die meisten werden nicht mehr zurück in die Schule geschickt, sobald sie ein Einkommen haben, wie Edward Davis von der Global Partnership for Education erklärt.

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