4. Mai 2020
Top-Themen

4. Mai 2020

Auftakt für globalen Anti-Corona-Kampf / Müller übt Kapitalismuskritik / Biogas gegen Armut

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Auftakt für globalen Anti-Corona-Kampf
In einem gemeinsamen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung legen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte, Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg, Präsident des Europäischen Rates Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Forderungen für die heutige Finanzierungskonferenz für die Entwicklung einer Covid-19-Behandlung dar. Die Politiker*innen betonen, dass die Pandemie nur überwunden werden könne, wenn Corona in allen Staaten unter Kontrolle gebracht werde. Daher gelte es, alle Gesundheitssysteme weltweit zu stärken. Besonderen Fokus legen sie dabei auf die ärmsten Staaten in Afrika. Im „Access to Covid-19 Tools (ACT) Accelerator“ sollen Entwicklung, Zugang und gerechte Verteilung eines künftigen Impfstoffs und anderer lebenswichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Medikamente geregelt und beschleunigt werden. Als globale Kooperationsplattform soll der Accelerator als Grundlage für eine internationale Allianz zur Bekämpfung der Pandemie dienen. Die Autor*innen wollen in der heutigen Geberkonferenz 7,5 Milliarden Euro sammeln, um die Finanzierungslücken in den Organisationen zu schließen, die dabei helfen die Pandemie zu bekämpfen. Konkret soll das Geld in globale Gesundheitsorganisationen wie CEPI, die Impfallianz Gavi, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sowie Unitaid fließen. Wie unter anderem die Welt, Stuttgarter Zeitung und das Redaktionsnetzwerk Deutschland, berichten, mahnt die Entwicklungsorganisation ONE an, dass üblicherweise sieben Jahre dauert, bis Entwicklungsstaaten Zugang zu neu entwickelten Impfstoffen und Medikamenten erhalten. Um das zu verhindern, solle Deutschland einem „Patentpool“ beitreten, der es Arzneimittelherstellern ermögliche, große Mengen von Covid-19-Medikamenten und -Impfstoffen zu einem günstigeren Preis herzustellen und somit auch ärmeren Staaten eine Behandlung zu ermöglichen.

2. Müller übt Kapitalismuskritik
In einem Interview mit der Rheinischen Post fordert Entwicklungsminister Gerd Müller eine Abkehr vom traditionellen Kapitalismus. Er sehe in der Coronakrise auch einen „Weckruf an die Menschheit“ mit der Natur und Umwelt anders umzugehen. Ein Auslöser der Pandemie sei laut Müller auch der Raubbau an der Natur und die Rodung der Regenwälder. Er mahnt daher, nach der Krise nicht zur „Normalität der Globalisierung“ zurückzukehren. Die eigenen Konsumausmaße sollten überdacht werden. Deutschland verbrauche ein Vielfaches an Ressourcen als ihm eigentlich zustehe. Darunter leiden auch ärmere Länder, auch weil sie die Auswirkungen des Klimawandels am stärksten zu spüren bekommen. In einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung appellieren mehrere internationale Politikwissenschaftler*innen und Expert*innen internationaler Politik, Afrika in der Coronakrise nicht allein zu lassen. Da das Virus und seine Auswirkungen mit der Verfügbarkeit von Ressourcen und der Qualität staatlicher Institutionen verbunden sei, dürfe die Weltgemeinschaft die Bevölkerungsgruppen nicht vernachlässigen, die am ehesten bestroffen sind. Selbst vorherige Epidemien wie HIV und Ebola haben noch nie so einen großen wirtschaftlichen Schaden in Afrika angerichtet wie Covid-19 derzeit. Die Auswirkungen der globalen Rezession werden vor allem in den am stärksten von Armut betroffenen Staaten Afrikas spürbar werden. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO seien etwa 74 Prozent der Afrikaner*innen in ihrer Beschäftigung „gefährdet“.

3. Biogas gegen Armut
Wie in der Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hat die Gründerin Katrin Pütz eine Mini-Biogasanlage entwickelt, die den Menschen in Entwicklungsländern zugutekommen kann. Pütz‘ Mini-Gasanlage produziere Gas aus alltäglichen Bioabfällen. Das Produkt sei sehr gut für Entwicklungsstaaten in südlichen Breitengraden geeignet. Pütz habe zudem noch einen Rucksack entworfen, mit dem Besitzer*innen das Gas nicht nur für den eigenen Haushalt verwenden, sondern auch weiterverkaufen können. Die Anlage sei mit 500 bis 600 Euro noch relativ erschwinglich. Mit den Einnahmen aus dem Gasverkauf könne sich ein*e afrikanische Bäuer*in die Anlage leisten und innerhalb von ein bis zwei Jahren abbezahlen.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge