30. April 2020
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30. April 2020

Transaktionen nach Afrika brechen ein / Corona-Bekämpfung: Gates setzt auf Forschung / Elfenbeinküste: Justizhammer vor Wahlen

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1. Transaktionen nach Afrika brechen ein
Wie Daniel Pelz in der Deutschen Welle thematisiert, werden durch die Corona-Pandemie Geldströme nach Afrika unterbrochen. Afrikaner*innen, die im Ausland leben, schicken jährlich insgesamt mehrere Milliarden an Familienangehörige in ihren Heimatländern. Mit einem weltweiten Einbruch um 20 Prozent könnten die globalen Überweisungen durch die Corona-Krise so stark zurückgehen wie noch nie zuvor. Afrika werde dabei besonders hart getroffen. Weltbank-Experte Dilip Ratha erklärt, dass dies vor allem daran liege, dass Migrant*innen häufig im informellen Sektor oder als Saisonarbeitskräfte arbeiten. Gerade diese Bereiche brechen durch die Pandemie zusammen. Er kritisiert, dass oft Migrant*innen als erste entlassen würden. Zudem laufen viele Finanztransaktionen über Finanzdienstleister, da nicht jeder ein Bankkonto habe. Bei diesen fallen einerseits oft hohe Gebühren an. Andererseits haben diese wenige Fillialen, weswegen Kund*innen oft auf lokale Geschäfte ausweichen müssen, die wiederum wegen des Lockdowns geschlossen haben. Überwiesenes Geld erreiche so nicht die Empfänger*innen in Afrika. Dabei wird vor allem dort das Geld benötigt wie auch Simone Schlindwein in der Tageszeitung (taz) thematisiert. Bisher halte sich die Bevölkerung aus Angst vor der prognostizierten Katastrophe an die Beschränkungen, auch, weil diese so repressiv geltend gemacht werden. Bisher seien mehr Menschen durch Polizeigewalt im Rahmen der Ausgangssperren als durch das Virus gestorben. Die wirtschaftlichen Folgen werden die Ärmsten am stärksten treffen.

2. Corona-Bekämpfung: Gates setzt auf Forschung
Die Corona-Pandemie werde das gesellschaftliche Zusammenleben nachhaltig beeinflussen, ist sich Unternehmer und Stifter Bill Gates sicher, wie er einem Interview in der Welt erklärt. Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen teilweise schon wieder gelockert werden, werde sich die Angst der Menschen erst mit einem wirkungsvollen Medikament oder Impfstoff gegen Corona auflösen. Gates erklärt, indem sich seine Stiftung sich verpflichte, Impfstoffe, wie in der Vergangenheit etwa gegen Polio, über mehrere Jahre in großen Mengen zu kaufen, könne sie die Preise senken. Damit werde Pharmaunternehmen außerdem ermöglicht, ihre Produktionskapazitäten auszubauen und die benötigten Mengen zu produzieren. Jeglicher generierte Gewinn werde dabei wiederum zu hundert Prozent in die Stiftungsarbeit gesteckt sowie in die Entwicklung von Medikamenten investiert. Dabei liege der Fokus besonders darauf, Technologien zu fördern, die es ermöglichen viele Menschenleben in Entwicklungsländern zu retten. In der Deutschen Welle diskutiert Nicolas Martin das Spannungsverhältnis zwischen Profitinteressen und Weltgesundheit. Derzeit gebe es noch keine Regeln. Die Verteilung werde bisher den Marktkräften überlassen. Der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem warnt, dass dadurch die Staaten, die höhere Preise bezahlen können, am ehesten beliefert würden, während andere keinen Zugang zu einem etwaigen Mitteln bekommen. Die Vergangenheit werfe dabei kein gutes Licht auf die Pharmaindustrie, da schon mehrfach Engpässe bei Impstoffen aufgrund der Preispolitik von Unternehmen entstanden seien.

3. Elfenbeinküste: Justizhammer vor Wahlen
Wie die Tageszeitung (taz) berichtet, ist in der Elfenbeinküste Guillaume Soro, Kandidat für die Präsidentschaftswahl, zu zwanzig Jahren Haft verurteilt worden. Wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder sei er neben der Haftstrafe noch zu Geldstrafen und fünf Jahren Aberkennung seiner bürgerlichen Rechte verurteilt worden. Derzeit befinde er sich im französischen Exil, weswegen das Urteil nicht vollstreckt werden könne Die Präsidentschaftskandidatur sei jedoch hinfällig. Dabei habe er als vielversprechender Jungkandidat gegolten. Er sei politischer Chef einer Rebellengruppe gewesen, die zwischen 2002 und 2011 die Nordhälfte des Landes kontrollierten. 2007 sei er Premierminister geworden. Er habe seitdem eine eigene Partei aufgebaut, um der Nachfolger des derzeitigen Präsidenten Alassane Ouattara zu werden.

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