28. April 2020
Top-Themen

28. April 2020

Hungersnot wegen Corona? / Müller für europäischen 'Green Deal' für Afrika / Mehr Malaria-Tote durch Corona

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Hungersnot wegen Corona?
Wie die Tagesschau berichtet, warnt Entwicklungsminister Gerd Müller aufgrund der globalen Corona-Pandemie vor einer Hungersnot in Afrika . Müller habe daher in seinem Haus 150 Millionen Euro in ein Corona-Soforthilfeprogramm umgeschichtet und weitere 600 Millionen im Nachtragshaushalt beantragt. In einem Spiegel-Interview erklärt Axel Van Trotsenburg, Managing Director der Weltbank, wie reiche Staaten ärmeren helfen können. Die angekündigten 160 Milliarden US-Dollar, die die Weltbank in den nächsten 15 Monaten gegen die Pandemie einsetzen wolle, werde nicht reichen, um die ärmsten Staaten ausreichend zu unterstützen. Van Trotsenberg betont, dass es wichtig sei, andere lebenswichtige Projekte angesichts der Coronakrise nicht zu vernachlässigen, sondern auch diese weiterhin ausreichend zu finanzieren. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, warnt Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe, vor einem Boomerang-Effekt, wenn Entwicklungsstaaten in der Coronakrise allein gelassen werden. Sie mahnt an, die Pandemie den globalen Süden äußerst schwer treffen werde . Die Zahl der Hungernden werde sich nach Schätzungen der Vereinten Nationen verdoppeln. Da ein Großteil der Menschen in stark von Armut betroffenen Gebieten im informellen Sektor arbeiten, sei jeder Tag ohne Beschäftigung existenzbedrohend, so Thieme. Auch durch die Unterbrechung von Lieferketten seien die Menschen in vielen afrikanischen Staaten von Nahrungsmittelknappheit bedroht.

2. Müller für europäischen „Green Deal“ für Afrika
Wie unter anderem Spiegel und die Rheinische Post berichten, fordert Entwicklungsminister Gerd Müller die Ausweitung des europäischen ‚Green Deal‘ auf Afrika. Die Europäische Union müsse laut Müller eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen und solle Afrika dabei unterstützen. Die Zukunft des Klimas entscheide sich auf dem afrikanischen Kontinent, ist Müller überzeugt. Der ‚Green Deal‘ solle auch auf afrikanische Staaten ausgeweitet werden. Der Kontinent berge beispielsweise enormes Potenzial beim Ausbau erneuerbarer Energien. Dadurch könne auch die eigene Technologiekompetenz in afrikanischen Staaten gefördert werden.

3. Mehr Malaria-Tote durch Corona
Wie Thilo Thielke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet, breitet sich im südlichen Afrika Malaria wieder stärker aus. Grund dafür seien auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Bereits 135.000 Infizierte und mehr als 130 Tote habe die Infektionskrankheit in Simbabwe allein in den vergangenen Wochen gefordert. Zehn Prozent der Erkrankten seien jünger als fünf Jahre alt. Die Dunkelziffer werde derzeit noch viel höher geschätzt. Wegen des strikten Lockdowns und dem restriktiven Vorgehen von Polizei und Militär trauen sich viele Menschen nicht mehr auf die Straße. Die ohnehin dürftig ausgestatteten Krankenhäuser werden aus Angst vor einer Corona-Ansteckung kaum aufgesucht. Die neue Malariaepidemie sei ein herber Rückschlag. Von 2003 bis 2013 seien die Infektionszahlen deutlich gesunken –  von 155 auf 22 Infektionen pro tausend Einwohner*innen.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge