20. Mai 2020
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20. Mai 2020

Afrika: Hungerkrise bereits „im vollen Gange“ / WHO: Kritik an Chinas Einfluss berechtigt? / Noch immer tödlich: HIV und Tuberkulose

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1. Afrika: Hungerkrise bereits „im vollen Gange“
In einem Interview mit Zeit Online mahnt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, an, dass in Afrika bereits jetzt eine schwere Hungerkrise herrscht. Diese werde von den reicheren Ländern bisher ignoriert. Sie kritisiert, dass viel zu lang nicht in die schwachen Gesundheitssysteme investiert worden sei. Impfungen durch private Finanziers seien wichtig, aber effektiver sei die langfristige Investition in Gesundheitssysteme. Um das Coronavirus einzudämmen, seien die in den meisten afrikanischen Staaten verhängten Lockdowns die richtige Vorgehensweise. Andere Schutzmaßnahmen für das öffentliche Leben wie die Verteilung von Masken sei leider oft zu teuer. Zudem seien kaum Beatmungsgeräte vorhanden. Jedoch habe der Lockdown fatale soziale und wirtschaftliche Folgen für die ohnehin schon gebeutelten Länder, so Füllkrug-Weitzel. Die vorausgesagte Hungerkrise, sehe sie schon jetzt „im vollen Gange“. Im Interview mit dem ZDF warnt auch Wirtschaftswissenschaftler Robert Kappel davor, dass das Virus die Entwicklungsfortschritte der letzten Jahre in Afrika wieder zerstören kann. Durch die Unterbrechung von Lieferketten, den Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie auch ausbleibende Zahlungen von im Ausland lebenden Familienmitgliedern seien zusätzlich 80 Millionen Menschen von extremer Armut bedroht. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung plädiert Entwicklungsminister Gerd Müller für ein stärkeres Engagement Europas und Deutschlands, um die ärmsten Staaten Afrikas in der Krise zu unterstützen. Die bisher getätigten Zusagen werden nicht reichen, meint Müller. Er fordere daher von Finanzminister Olaf Scholz weitere drei Milliarden Euro für den Entwicklungsetat 2020.

2. WHO: Kritik an Chinas Einfluss berechtigt?
Wie unter anderem das Hamburger Abendblatt und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung thematisieren, wird der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit häufiger zu starke Nähe zu China vorgeworfen. US-Präsident Donald Trump drohe mit dem Ausstieg der USA und mache die WHO für die hohe Zahl der Toten verantwortlich. Trumps harsches Vorgehen werde kritisiert. Allerdings herrsche Zustimmung, dass China durch frühere Kommunikation die Pandemie besser hätte eindämmen können. Laut Bundesnachrichtendienst habe Peking die WHO dazu gedrängt, eine weltweite Warnung hinauszuzögern. Vier bis sechs Wochen seien dadurch beim Kampf gegen das Virus verloren gegangen. Die WHO betonte wiederholt ihre Unabhängigkeit. Entwicklungsminister Gerd Müller befürwortet Chinas weitreichende Unterstützung ärmerer Staaten in der Pandemie-Bekämpfung. In der Deutschen Welle kritisiert DW-Redakteur Dang Yuan die Coronahilfen Chinas. Er wirft China vor, damit eine eigene geopolitische Strategie zu verfolgen. Die Lücken, die die USA durch den Rückzug aus internationalen Organisationen unter der Trump-Administration erfahren, suche China nun zu füllen. Durch die Hilfen für Entwicklungsstaaten solle die Unabhängigkeit von den ehemaligen Kolonialmächten unterstützt werden. Gleichzeitig entstehe jedoch eine neue Abhängigkeit der Entwicklungsländer zu China, kritisiert Yuan.

3. Noch immer tödlich: HIV und Tuberkulose
Wie Hans Peter Seitel in der Rheinpfalz thematisiert, gibt es noch immer keinen Impfschutz gegen HIV. Jedoch sei die Bedrohungslage heute anders, da man gelernt habe mit der Krankheit umzugehen. Nach der Entdeckung und Bekanntmachung des HI-Virus vor 37 Jahren sei intensive Aufklärungsarbeit geleistet worden. Analogien zwischen Covid-19 und HIV seien mit Vorsicht zu betrachten, dennoch sei das Vorgehen des Robert-Koch-Instituts ähnlich. Es werde intensiv getestet, um so früh wie möglich eine Behandlung einleiten zu können. In einem Beitrag im SWR2 wird berichtet, dass Tuberkulose noch immer die tödlichste Infektionskrankheit der Welt ist. 500.000 Menschen sterben jedes Jahr an der vermeidbaren Krankheit. In den letzten Jahren seien immer mehr und besser verträgliche Medikamente zugelassen worden. Diese seien jedoch sehr teuer. Arzneimittelhersteller seien bereit, für ärmere Länder Rabatte zu gewähren. Trotzdem koste die Behandlung pro Person in Mosambik rund 8000 US-Dollar bei einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 500 US-Dollar pro Jahr.

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