13. Mai 2020
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13. Mai 2020

Entwicklungsländer in der Schuldenfalle / Ohne Ausweis kein Arztbesuch / Lesotho: Umstrittener Premierminister tritt zurück

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1. Entwicklungsländer in der Schuldenfalle
Martin Hesse und Michael Sauga thematisieren im aktuellen Spiegel, wie durch die wirtschaftlichen Hilfspakete in der Coronakrise eine Schuldenkrise für afrikanische Staaten folgen könnte. Nachfolgende Generation hätten die anschließende Finanzkrise dann zu tragen. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich habe keine andere Rezession Firmen bisher weltweit so stark getroffen wie die Corona-Krise. Jedes zweite Unternehmen müsse staatliche Hilfen beziehen. Die Rückzahlung der Kredite können aber nur stattfinden, wenn der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung auch folgt, was aber noch ungewiss sei. Besonders betroffen seien Staaten, die bereits vor der Pandemie hoch verschuldet gewesen seien. Das betreffe besonders viele Schwellen- und Entwicklungsstaaten, die hohe Kredite aufgenommen haben. Da die Rohstoffmärkte einbrechen und kein Tourismus stattfinde, können sie die bisherigen Schulden noch weniger bedienen. Die vorübergehende Schuldenstundung für die 25 ärmsten Länder seitens des Internationalen Währunsgfonds sei lediglich von symbolischem Wert, kritisieren die Autoren. Ohne ein Schuldenerlass drohe einigen Staaten in Afrika, Lateinamerika oder Asien ein Staatsbankrott.

2. Ohne Ausweis kein Arztbesuch
Andrea Grunau thematisiert in der Deutschen Welle, wie Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung in der Coronakrise gefährdet werden. Aus Angst vor Kontrollen scheuen Menschen, die sich nicht Auswiesen können, Arztpraxen aufzusuchen, erklärt Maike Jansen, Hebamme bei der Praxis Andocken der Diakonie Hamburg. Die Praxis nimmt kaum noch Patient*innen auf, auch die Clearingstelle für Menschen ohne Krankenversicherung sei nur noch telefonisch erreichbar. Jansen befürchtet, viele Patient*innen bleiben daher unversorgt. Dadurch könnten aber potentielle Covid-19-Infizierte unentdeckt bleiben und das Virus weiterverbreiten. Schätzungsweise 200.000 bis 600.000 Menschen seien derzeit in Deutschland ohne legalen Aufenthaltsstatus. Diese Menschen seien aber berufstätig in Deutschland, meist in prekären Verhältnissen. Medibüros und NGOs fordern daher schon seit längerem einen anonymisierten Krankenschein für Menschen ohne Papiere.

3. Lesotho: Umstrittener Premierminister tritt zurück
Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung und die schweizerische Baseler Zeitung melden, hat Thomas Thabane, Premierminister von Lesotho, seinen Rücktritt angekündigt. Der 80-Jährige und seine jetzige Ehefrau seien angeklagt, an der Ermordung seiner zweiten Ehefrau beteiligt gewesen zu sein. Diese habe sich zuvor nicht scheiden lassen wollen und es der neuen Ehefrau so nicht ermöglicht, den privilegierten Status der First Lady einzunehmen. Immer wieder habe Thabane seinen Rücktritt angekündigt. Er habe zudem Truppen in der Hauptstadt aufmarschieren lassen und vor dem Obersten Gericht des Landes gestanden. Seine eigene Partei habe nun genug von ihm und am Montag die Koalition aufgekündigt. Er habe seinem politischen Ende zugestimmt. Jedoch sei die Öffentlichkeit in Lesotho skeptisch und traue dem Premier zu, mit allen Mitteln an der Macht bleiben zu wollen.

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